Lohnt sich eine Wärmepumpe, und wann hat sie sich bezahlt gemacht?

Ersetzt sie eine fällige Gasheizung, ist eine Wärmepumpe bei 20.000 kWh Wärmebedarf nach gut sechs Jahren bezahlt. Ohne eigenen Stromzähler dauert es gut acht.

Fünf Stapel aus Euro-Cent-Münzen, von links nach rechts immer höher, auf hellblauem Grund.
Ersetzt sie eine fällige Gasheizung, ist eine Wärmepumpe bei 20.000 kWh Wärmebedarf nach gut sechs Jahren bezahlt. Foto: Marcel Strauß auf Unsplash

Das Wichtigste auf den Punkt gebracht

  • Eine Wärmepumpe lohnt sich, wenn die gesparten Heizkosten ihre Mehrkosten gegenüber einer neuen Gasheizung zurückzahlen, bevor sie nach rund 18 Jahren ersetzt wird.
  • Mit 46 Prozent Förderung kostet sie im Beispiel rund 6.900 Euro mehr als ein Gaskessel. Ein Haus mit 20.000 Kilowattstunden Wärmebedarf hat das nach gut sechs Jahren wieder drin.
  • Stark wirkt der Stromtarif. Mit Wärmepumpentarif und eigenem Zähler dauert es gut sechs Jahre, mit Wärmepumpentarif am gemeinsamen Zähler gut acht. Ganz ohne Wärmepumpentarif sind es rund 20 Jahre, länger als das Gerät hält.
  • Wer eine Ölheizung oder eine mindestens 20 Jahre alte Gasheizung ersetzt und höchstens 40.000 Euro Haushaltseinkommen versteuert, mit Kind 50.000 Euro, bekommt 70 oder 80 Prozent Zuschuss. Dann ist die Wärmepumpe von Anfang an kaum teurer als ein Gaskessel.

Ersetzt sie eine ohnehin fällige Gasheizung, hat sich eine Wärmepumpe in einem Haus mit 20.000 Kilowattstunden Wärmebedarf nach 6,4 Jahren bezahlt gemacht. Teilt sie sich den Zähler mit dem Haushalt, sind es 8,3 Jahre, bei einer Lebensdauer von rund 18 Jahren.

Gerechnet ist mit amtlichen Preisen vom Stichtag 1. April 2025 und der Förderung, wie sie seit dem 21. Juli 2026 gilt. Stand: 19. Oktober 2026.

Mit eigenem Zähler nach 4 bis 11 Jahren bezahlt

Wer die Heizung ersetzen muss, fragt: Wie viel kostet die Wärmepumpe mehr als ein neuer Gas-Brennwertkessel, und wann ist das wieder herein?

Amortisationszeit = Mehrkosten nach Förderung ÷ jährliche Ersparnis

Für drei Häuser, die sich nur im Wärmebedarf unterscheiden, sieht das so aus:

Haus A, gut gedämmtHaus B, mittlerer BedarfHaus C, hoher Bedarf
Wärmebedarf im Jahr12.000 kWh20.000 kWh30.000 kWh
Jahresarbeitszahl3,43,43,4
Gaskosten im Jahr1.617 €2.696 €4.043 €
Stromkosten Wärmepumpe im Jahr968 €1.614 €2.421 €
Ersparnis im Jahr649 €1.081 €1.622 €
Mehrkosten nach 46 % Förderung6.870 €6.870 €6.870 €
Bezahlt gemacht nach10,6 Jahren6,4 Jahren4,2 Jahren
Vorteil nach 18 Jahrenrund 4.800 €rund 12.600 €rund 22.300 €

Haus C mit dem höchsten Bedarf ist am schnellsten bezahlt: Jede Kilowattstunde Wärme kostet aus dem Gaskessel 13,5 Cent und aus der Wärmepumpe 8,1 Cent, und wer mehr Wärme braucht, spart diese 5,4 Cent öfter. Wie viel Strom dahintersteckt, rechnet der Beitrag zum Stromverbrauch der Wärmepumpe für jede Hausgröße vor.

Gegenprobe mit dem Heizspiegel 2025 von co2online, der auf echten Heizkostenabrechnungen beruht: Für 2025 erwartet er in einem Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern 2.070 Euro mit Erdgas und 1.265 Euro mit Wärmepumpe, also 805 Euro Abstand im Jahr. Damit wären die 6.870 Euro nach 8,5 Jahren zurückverdient, mehr dazu im Heizkostenvergleich.

Gerechnet mit amtlichen Preisen vom 1. April 2025

GrößeWert in der RechnungQuelle
Gaspreis Haushalte12,13 ct/kWhMonitoringbericht 2025, Stand 1.4.2025
Strom, Wärmepumpentarif mit eigenem Zähler27,44 ct/kWhebenda, Abnahmefall 7.500 kWh
Strom, Wärmepumpentarif am gemeinsamen Zähler31,70 ct/kWhebenda, Abnahmefall 7.500 kWh
Haushaltsstrom40,05 ct/kWhebenda, 2.500 bis 5.000 kWh
Nutzungsgrad Gas-Brennwertkessel, bezogen auf die abgerechnete Gasmenge0,90Setzung zwischen 0,86 aus einem Feldtest von 2004 und 0,92 als Rechenannahme, beide genannt in der Ariadne-Analyse des Fraunhofer ISE
Jahresarbeitszahl Luftwärmepumpe3,4Fraunhofer ISE, Mittel aus 61 Anlagen, für alle drei Häuser
Investition Wärmepumpe, 10 kW35.650 € (Mitte von 28.500 bis 42.800 €)Fraunhofer ISE, brutto, Stand Q4/2025
Investition Gas-Brennwertkessel, 10 kW15.900 € (Mitte von 11.400 bis 20.400 €)ebenda
Förderung46 % von höchstens 28.000 € = 12.880 €KfW, Programm 458
Wartung und Instandhaltungje 500 € im Jahr, also kein UnterschiedFraunhofer ISE
Lebensdauerje 18 JahreBBSR, Nutzungsdauern von Bauteilen, Stand 04.11.2025, Luft-Wasser-Wärmepumpe und wandhängender Gas-Brennwertkessel; Fraunhofer ISE setzt je 20 Jahre an

Alle vier Energiepreise stammen aus dem Monitoringbericht 2025 von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt, mengengewichtet und zum selben Stichtag. Das ist die jüngste amtliche Erhebung, die Wärmepumpentarife überhaupt ausweist. Die beiden Wärmepumpenpreise gelten für 7.500 Kilowattstunden im Jahr, der Haushaltsstrom für 2.500 bis 5.000; feste Kosten wie der Messstellenbetrieb sind jeweils anteilig auf die Kilowattstunde umgelegt. Die Investitionsspannen hat das Fraunhofer ISE im Juni 2026 im Auftrag des Energieversorgers MVV für ein Einfamilienhaus mit 10 Kilowatt Heizleistung veröffentlicht, einschließlich Heizkörpern und bei der Wärmepumpe eines Pufferspeichers.

Die Rechnung ist bewusst einfach: heutige Preise, kein Zins, keine Preissteigerung. Das Fraunhofer ISE rechnet in derselben Studie mit Zins und steigenden Preisen über 20 Jahre und kommt zum selben Ergebnis in der Rangfolge: Im jeweils günstigsten Fall liegen die Gesamtkosten des Gaskessels mit Biogaspflicht dort rund 60 Prozent über denen der Wärmepumpe.

Der eigene Zähler spart in Haus B knapp zwei Jahre

Für Haus B:

StrompreisErsparnis im JahrBezahlt nach
27,44 ct, Wärmepumpentarif mit eigenem Zähler1.081 €6,4 Jahren
31,70 ct, Wärmepumpentarif am gemeinsamen Zähler831 €8,3 Jahren
40,05 ct, Haushaltsstrom ohne Wärmepumpentarif340 €20,2 Jahren

Die ersten beiden Zeilen sind direkt vergleichbar: derselbe Abnahmefall, dieselbe Erhebung. Hängt die Wärmepumpe an einem eigenen Zählpunkt, entfallen nach § 22 EnFG die KWK-Umlage und die Offshore-Netzumlage auf ihren Strom. Das Nettonetzentgelt lag laut Monitoringbericht zum 1. April 2025 bei getrennter Messung bei 3,33 Cent je Kilowattstunde, bei gemeinsamer Messung bei 5,72 Cent.

Die dritte Zeile ist eine Obergrenze. Der Haushaltsstrompreis gilt für einen Haushalt ohne Wärmepumpe mit kleinerem Verbrauch, in dem der Grundpreis stärker ins Gewicht fällt. Und eine Wärmepumpe, die seit 2024 eingebaut wird, bekommt auch am Haushaltszähler einen Rabatt auf das Netzentgelt, der hier fehlt. Ob sich ein zweiter Zähler mit eigenem Grundpreis rechnet, hängt vom Verbrauch ab: Haus A braucht nur rund 3.500 Kilowattstunden Strom und liegt damit nahe an der Schwelle, die der Beitrag zum Wärmepumpentarif für das Netzgebiet Netze BW herleitet.

Umgekehrt gerechnet heißt das: Mit 27,44 Cent ist die Wärmepumpe im Betrieb günstiger als Gas, sobald ihre Jahresarbeitszahl über 2,04 liegt, mit 31,70 Cent über 2,35. Mit 40,05 Cent Haushaltsstrom braucht sie 2,97. Das Fraunhofer ISE hat bei Luftwärmepumpen im Bestand Werte von 2,6 bis 4,9 gemessen. Mit Wärmepumpentarif liegt also jede gemessene Anlage über der Schwelle, mit Haushaltsstrom nicht. Was hinter der Jahresarbeitszahl steckt, steht im eigenen Beitrag.

Neuere Werte gibt es für Haushaltsstrom und Gas, für Wärmepumpentarife noch nicht. Die BDEW-Strompreisanalyse weist für 2026 bisher 37,0 Cent Haushaltsstrom für Neukunden aus, die Gaspreisanalyse 11,93 Cent für Gas im Einfamilienhaus. Mit diesen beiden Werten und Haushaltsstrom ist Haus B nach 14,5 Jahren bezahlt.

Mich fragen die Leute nach den Jahren, und ich frage zurück nach dem Gaskessel. Was hätten Sie sonst eingebaut, und was hätte der gekostet? Ohne diese Zahl rechnet man die Wärmepumpe gegen null. Dann sieht sie natürlich teuer aus. Das Zweite ist der Zähler. Der wird beim Einbau in ein paar Minuten entschieden, oft nebenbei, und er steht dann auf jeder Stromrechnung, solange die Wärmepumpe läuft. Ich würde lieber an der Heizkörperfarbe sparen als an diesem Platz im Zählerschrank.

Porträt von Alexander MüllerAlexander MüllerArchitekt und Mitgründer von Enter, der neutralen Plattform für Wärmepumpe, Photovoltaik & Energiemanagement

Ab 70 Prozent Förderung kostet die Wärmepumpe kaum mehr

Der Zuschuss der KfW besteht aus 30 Prozent Grundförderung, 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus und einem Einkommensbonus von 10, 30 oder 40 Prozent. Förderfähig sind im Einfamilienhaus höchstens 28.000 Euro, der Zuschuss ist bei 70 Prozent gedeckelt und nur bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 Euro bei 80 Prozent. Lebt ein minderjähriges Kind im Haushalt, liegen alle Einkommensgrenzen 10.000 Euro höher. Die Einzelheiten stehen im Beitrag zur Heizungsförderung.

FörderungZuschussMehrkostenHaus AHaus BHaus C
30 %, nur Grundförderung8.400 €11.350 €17,5 J.10,5 J.7,0 J.
42 % auf 27.250 €, Antrag ab 1.2.202711.445 €8.305 €12,8 J.7,7 J.5,1 J.
46 %, mit Klimageschwindigkeitsbonus12.880 €6.870 €10,6 J.6,4 J.4,2 J.
56 %, dazu Einkommen bis 50.000 €15.680 €4.070 €6,3 J.3,8 J.2,5 J.
70 %, Einkommen bis 40.000 €19.600 €150 €sofortsofortsofort
80 %, Einkommen bis 30.000 €22.400 €2.650 € wenigersofortsofortsofort

Die Zeilen ab 46 Prozent setzen den Klimageschwindigkeitsbonus voraus. Ohne ihn ergeben die drei Einkommensstufen 40, 60 und 70 Prozent.

Ob der Klimageschwindigkeitsbonus greift, entscheidet das Alter der alten Heizung. Nach dem Merkblatt zum Programm 458 gibt es ihn für funktionstüchtige Ölheizungen unabhängig vom Alter, für eine Gasheizung aber nur, wenn sie bei Antragstellung mindestens 20 Jahre in Betrieb ist. In beiden Fällen muss die alte Heizung noch funktionstüchtig sein. Wer einen zwölf Jahre alten Gaskessel ersetzt, rechnet mit 30 Prozent.

Zum 1. Februar 2027 ändern sich zwei Werte zugleich: Der Bonus sinkt von 16 auf 12 Prozent, und der Höchstbetrag der förderfähigen Kosten sinkt um 750 Euro auf 27.250 Euro. Wer erst danach beantragt, bekommt im Beispiel 1.435 Euro weniger. Danach geht es halbjährlich so weiter, bis der Bonus für Anträge ab dem 1. August 2028 ganz entfällt.

Teure Wärmepumpe gegen billigen Kessel: 17 Jahre

Die Spannen des Fraunhofer ISE sind breit, und welches Ende im eigenen Haus gilt, zeigt erst ein Angebot. Mit 46 Prozent Förderung:

AnnahmeMehrkostenHaus AHaus BHaus C
beide Geräte am unteren Rand4.220 €6,5 J.3,9 J.2,6 J.
beide Geräte in der Mitte6.870 €10,6 J.6,4 J.4,2 J.
beide Geräte am oberen Rand9.520 €14,7 J.8,8 J.5,9 J.
Wärmepumpe oben, Gaskessel unten18.520 €28,5 J.17,1 J.11,4 J.
Jahresarbeitszahl 2,6 statt 3,46.870 €19,6 J.11,7 J.7,8 J.
Jahresarbeitszahl 3,8 statt 3,46.870 €9,2 J.5,5 J.3,7 J.
Gaskessel mit Nutzungsgrad 0,92 statt 0,906.870 €11,2 J.6,7 J.4,5 J.
Gaskessel mit Nutzungsgrad 0,86 statt 0,906.870 €9,5 J.5,7 J.3,8 J.

Trifft eine teure Wärmepumpe auf einen billigen Gaskessel, reicht in Haus A die Lebensdauer nicht, in Haus B wird es knapp. Deshalb zwei Angebote für dieselbe Leistung einholen. Woraus sich der Preis einer Wärmepumpe zusammensetzt, zeigt der Beitrag Was kostet eine Wärmepumpe.

Die Tabelle gilt für den Ersatzfall. Läuft der Gaskessel noch, spart man mit der Wärmepumpe keinen neuen Kessel, und es zählen die vollen 22.770 Euro nach Förderung. Haus B bräuchte dafür 21,1 Jahre, Haus C 14,0. Ein späterer Kesseltausch ist dabei nicht gegengerechnet.

Der Gaspreis steigt mit CO₂-Preis und Biogaspflicht

Zwei Entwicklungen verteuern die Gasseite. In den Tabellen oben fehlen beide.

Der CO₂-Preis. Er liegt nach § 10 BEHG für 2026 in einem Korridor von 55 bis 65 Euro je Tonne. Im Gaspreis des Monitoringberichts steckten zum 1. April 2025 bei 55 Euro je Tonne knapp 1,0 Cent CO₂-Abgabe je Kilowattstunde, vor Mehrwertsteuer. Daraus folgt: Jede 10 Euro mehr je Tonne kosten Haus B rund 48 Euro im Jahr zusätzlich. Bei 100 Euro je Tonne wäre Haus B nach 5,3 statt 6,4 Jahren bezahlt. Wie sich der Preis weiter entwickelt, steht im Beitrag zum CO₂-Preis beim Heizen.

Die Biogaspflicht. Wer nach dem 29. Juli 2026 eine neue Gasheizung einbaut, muss nach § 43 Gebäudemodernisierungsgesetz sicherstellen, dass ab 2029 mindestens 10 Prozent der Wärme aus Biomethan, Wasserstoff oder anderen dort genannten Brennstoffen stammen, ab 2030 15 Prozent, ab 2035 30 und ab 2040 60 Prozent. Was diese Gase Haushalte kosten werden, beziffert bisher keine amtliche Quelle, deshalb fehlt die Pflicht in der Rechnung. Die Austauschpflicht für alte Kessel ist weggefallen, Auflagen für neue Gasheizungen gibt es trotzdem.

Selbst rechnen mit zwei Angeboten

Ob sich eine Wärmepumpe für das eigene Haus lohnt, lässt sich mit zwei Angeboten und der letzten Gasabrechnung ausrechnen:

  1. Die Ersparnis im Jahr. Gasverbrauch in Kilowattstunden mal 0,90 ergibt den Wärmebedarf. Wärmebedarf geteilt durch 3,4 ergibt den Strombedarf, mal Strompreis die Stromkosten. Bisherige Gaskosten minus Stromkosten ist die Ersparnis.
  2. Die Mehrkosten. Angebot Wärmepumpe minus Zuschuss minus Angebot Gaskessel. Ohne Gaskessel-Angebot fehlt die halbe Rechnung.
  3. Teilen. Mehrkosten geteilt durch Ersparnis ergibt die Jahre. Unter 18 heißt: Die Wärmepumpe hat sich vor dem Ende ihrer Lebensdauer bezahlt gemacht.

Andersherum gefragt: Wie viel darf die Wärmepumpe nach Förderung mehr kosten, damit sie sich in 18 Jahren trägt? In Haus A rund 11.700 Euro, in Haus B rund 19.500 Euro, in Haus C rund 29.200 Euro. Liegt der Abstand zwischen den beiden Angeboten darunter, lohnt sie sich, auch ohne CO₂-Preis und Biogaspflicht mitzurechnen. Wie sich die laufenden Kosten beider Heizungen im Detail vergleichen, steht unter Wärmepumpe oder Gasheizung.

Für eine erste Einschätzung ohne Angebote gibt es Rechner im Netz, die verschiedene Teile dieser Frage beantworten. Der WärmepumpenCheck der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online fragt Baujahr, Energieträger, Art der Heizkörper und Sanierungsstand ab und sagt, ob das Haus grundsätzlich für eine Wärmepumpe geeignet ist. Kosten und Wirtschaftlichkeit rechnet der anschließende ModernisierungsCheck, der dafür den Verbrauch aus der letzten Abrechnung braucht.

Enter, der Betreiber dieser Seite, hat einen Wärmepumpen-Rechner veröffentlicht, der in neun Schritten Wohnfläche, Baujahr, Gebäudetyp, Dämmstandard, Heizflächen, Haushaltsgröße, bisherige Heizung, Selbstnutzung und Haushaltseinkommen abfragt. Im Ergebnis stehen geschätzte Heizlast und Wärmebedarf sowie der Fördersatz, auch für einen Antrag 2027 oder 2028. Ersparnis und Amortisationsdauer rechnet er nicht aus. Die nennt Enter erst im Beratungsgespräch: Unter Ersparnis berechnen fragt Enter ähnliche Angaben ab, dazu Alter und Standort der alten Heizung und die Postleitzahl, danach Name, E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Im Gespräch stehen dann mehrere Modelle mit Endpreis nach Förderung, erwarteter Ersparnis und Amortisationsdauer. Keiner dieser Rechner ersetzt die beiden Angebote oben: Ob der Abstand zum Gaskessel unter der Grenze liegt, die das eigene Haus verträgt, zeigt erst der Vergleich.

Häufige Fragen

Lohnt sich eine Wärmepumpe? Im Ersatzfall meist ja. Mit eigenem Stromzähler und 46 Prozent Förderung hat sie sich in den drei Beispielhäusern nach 4,2 bis 10,6 Jahren bezahlt gemacht, bei einer Lebensdauer von rund 18 Jahren.

Wann lohnt sich eine Wärmepumpe nicht? Wenn sie ohne Wärmepumpentarif zum vollen Haushaltsstrompreis läuft und das Haus wenig Wärme braucht. Bei 40,05 Cent je Kilowattstunde dauert es im gut gedämmten Beispielhaus 33,7 Jahre, länger als das Gerät hält. Ebenso, wenn eine teure Wärmepumpe gegen einen günstigen Gaskessel steht.

Nach wie vielen Jahren amortisiert sich eine Wärmepumpe? Bei 20.000 Kilowattstunden Wärmebedarf, eigenem Zähler und 46 Prozent Förderung nach 6,4 Jahren. Ohne Bonus, also mit 30 Prozent, nach 10,5 Jahren.

Wie viel spart eine Wärmepumpe im Jahr gegenüber Gas? Mit Wärmepumpentarif rund 5,4 Cent je Kilowattstunde Wärme. Bei 20.000 Kilowattstunden Wärmebedarf sind das 1.081 Euro im Jahr. Der Heizspiegel erwartet für 2025 im 130-Quadratmeter-Haus 805 Euro Abstand.

Wo kann ich online berechnen, ob sich eine Wärmepumpe lohnt? Der WärmepumpenCheck von co2online prüft kostenlos, ob das Haus geeignet ist, der ModernisierungsCheck danach Kosten und Wirtschaftlichkeit. Enter, der Betreiber dieser Seite, bietet einen Rechner für Heizlast, Wärmebedarf und Fördersatz und ein Angebot mit Amortisationsdauer gegen Angabe der Kontaktdaten. Belastbar wird die Rechnung mit zwei Angeboten, einem für die Wärmepumpe und einem für einen Gaskessel.

Lohnt sich eine Wärmepumpe im Altbau? Ein hoher Wärmebedarf verkürzt die Amortisation, weil mehr Kilowattstunden günstiger erzeugt werden. Das Fraunhofer ISE fand in seiner Feldmessung keinen Zusammenhang zwischen Gebäudealter und Effizienz der Wärmepumpe.

Brauche ich einen eigenen Zähler für die Wärmepumpe? Nötig ist er nicht, aber er verkürzt die Amortisation. Wärmepumpenstrom mit getrennter Messung kostete zum 1. April 2025 im Mittel 27,44 Cent, am gemeinsamen Zähler 31,70 Cent, beides für 7.500 Kilowattstunden im Jahr. Bei kleinem Verbrauch kann der Grundpreis des zweiten Vertrags den Vorteil aufzehren.

Lohnt es sich, mit dem Antrag zu warten? Nein. Ab dem 1. Februar 2027 sinken der Klimageschwindigkeitsbonus und die förderfähigen Kosten. Im Beispiel fehlen dann 1.435 Euro, und danach halbjährlich weitere.

Quellen

  1. Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt: Monitoringbericht 2025, Preisstand 1. April 2025
  2. BDEW: Gaspreisanalyse August 2026
  3. BDEW: Strompreisanalyse August 2026
  4. Fraunhofer ISE: Vergleich Wärmeversorgung, Kurzstudie vom 18.06.2026
  5. Fraunhofer ISE: Vergleich Wärmeversorgung, Dokumentation der Annahmen
  6. Fraunhofer ISE: Wärmepumpen heizen auch im Altbau klimafreundlich, WP-QS im Bestand, 03.11.2025
  7. Fraunhofer ISE für Ariadne: Heizkosten und Treibhausgasemissionen in Bestandswohngebäuden, Juni 2024 (Kesselnutzungsgrad)
  8. BBSR: Nutzungsdauern von Bauteilen für Lebenszyklusanalysen nach BNB, Stand 04.11.2025, Tabellenblatt KG 400
  9. KfW: Heizungsförderung für Privatpersonen, Wohngebäude (458)
  10. KfW: Merkblatt Zuschuss Nr. 458, Stand 09/2026
  11. Brennstoffemissionshandelsgesetz, § 10 Veräußerung von Emissionszertifikaten
  12. Energiefinanzierungsgesetz, § 22 Umlageerhebung bei elektrisch angetriebenen Wärmepumpen
  13. Gebäudemodernisierungsgesetz, § 43 Einbau einer Heizungsanlage, die mit Gas, Heizöl oder Flüssiggas beschickt wird
  14. co2online: Heizspiegel für Deutschland 2025
  15. co2online: WärmepumpenCheck
  16. co2online: ModernisierungsCheck
  17. Enter: Wärmepumpen-Rechner
  18. Enter: Ersparnis berechnen