Das Wichtigste auf den Punkt gebracht
- Der Staat zahlt bis zu 80 Prozent der Kosten, höchstens 22.400 Euro im Einfamilienhaus.
- Den vollen Satz bekommt nur, wer eine alte fossile Heizung ersetzt und ein niedriges Einkommen hat.
- Wichtig: Der Auftrag muss an die Förderzusage geknüpft sein, und der Antrag muss vor Beginn der Arbeiten gestellt werden. Sonst gibt es kein Geld.
- Ein Teil der Förderung sinkt ab Februar 2027 alle sechs Monate.
Wer 2026 eine Wärmepumpe im Altbau einbauen lässt, bekommt einen Zuschuss von der KfW. Der Höchstsatz liegt bei 80 Prozent der förderfähigen Kosten, im Einfamilienhaus also bei höchstens 22.400 Euro. Diesen Satz erreicht allerdings nur, wer mehrere Boni gleichzeitig erfüllt.
Zum 21. Juli 2026 wurden die Bedingungen geändert. Wer noch 30.000 Euro förderfähige Kosten liest, sieht den Stand davor, seitdem sind es 28.000 Euro. Die Obergrenze von 70 Prozent gilt dagegen weiter für die meisten Haushalte. Neu ist die höhere Obergrenze von 80 Prozent für niedrige Einkommen.
30 Prozent Grundförderung, mit Boni bis zu 80
Der Zuschuss besteht aus einer Grundförderung und zwei Boni, die addiert werden:
| Bestandteil | Satz | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Grundförderung | 30 % | für alle förderfähigen Heizungen |
| Klimageschwindigkeitsbonus | 16 % | Austausch einer funktionstüchtigen Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung; Gas- und Biomasseheizungen erst ab 20 Jahren Betrieb |
| Einkommensbonus | 40 %, 30 % oder 10 % | selbstgenutztes Eigentum, nach Haushaltseinkommen |
Der Einkommensbonus richtet sich nach dem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen: 40 Prozent bis 30.000 Euro, 30 Prozent bis 40.000 Euro, 10 Prozent bis 50.000 Euro. Leben Kinder im Haushalt, verschiebt sich die Schwelle um 10.000 Euro nach oben.
Rechnerisch ergäben Grundförderung, Klimageschwindigkeitsbonus und der volle Einkommensbonus zusammen 86 Prozent. Die KfW deckelt den Zuschuss aber grundsätzlich bei 70 Prozent. Nur bei einem Haushaltseinkommen bis 30.000 Euro, mit Kind im Haushalt bis 40.000 Euro, liegt die Obergrenze bei 80 Prozent. Mehr ist in keiner Konstellation möglich. Wer ohne Kind bis 40.000 Euro verdient, käme rechnerisch auf 76 Prozent und erhält 70.
Förderfähig sind höchstens 28.000 Euro je Wohneinheit
Der Prozentsatz allein sagt wenig, weil die förderfähigen Kosten gedeckelt sind. Für die erste Wohneinheit sind höchstens 28.000 Euro förderfähig.
| Wohneinheit | Förderfähige Kosten |
|---|---|
| erste | 28.000 € |
| zweite bis sechste | je 15.000 € |
| ab der siebten | je 8.000 € |
Im Einfamilienhaus heißt das: 80 Prozent von 28.000 Euro sind 22.400 Euro. Kostet die Anlage mehr, wird der Mehrbetrag nicht bezuschusst.
Auch dieser Betrag sinkt. Der Höchstbetrag für die erste Wohneinheit verringert sich erstmals zum 1. Februar 2027 und danach halbjährlich zum 1. Februar und 1. August um 750 Euro, auf 27.250 Euro, dann 26.500 Euro und so fort. Maßgeblich ist der Tag der Antragstellung.
Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt ab Februar 2027
Der Bonus für den Austausch einer funktionstüchtigen fossilen Heizung liegt derzeit bei 16 Prozent. Bei Öl-, Kohle-, Gasetagen- und Nachtspeicherheizungen spielt deren Alter keine Rolle, eine Gas- oder Biomasseheizung muss bei Antragstellung dagegen seit mindestens 20 Jahren in Betrieb sein.
Der Bonus sinkt erstmals zum 1. Februar 2027 und danach halbjährlich, jeweils zum 1. Februar und 1. August, um 4 Prozentpunkte. Ab dem 1. August 2028 entfällt er vollständig.
Für ein Einfamilienhaus mit 28.000 Euro förderfähigen Kosten sind 4 Prozentpunkte 1.120 Euro. Zum selben Termin sinkt der Höchstbetrag um 750 Euro. Bei 46 Prozent Fördersatz fällt der höchstmögliche Zuschuss damit von 12.880 auf 11.445 Euro, also 42 Prozent von 27.250 Euro. Wer den Austausch ohnehin plant, entscheidet mit dem Zeitpunkt also über einen vierstelligen Betrag.
Erst der Vertrag mit Vorbehalt, dann der Antrag, dann die Arbeiten
Die KfW verlangt im Merkblatt zum Programm 458, dass der Antrag gestellt wird, bevor das Vorhaben beginnt. Als Beginn gilt dabei nicht erst der erste Handgriff auf der Baustelle, sondern schon ein Liefer- oder Leistungsvertrag ohne Vorbehalt.
Einen Vertrag braucht der Antrag trotzdem. Er muss vorher geschlossen sein, mit einer aufschiebenden oder auflösenden Bedingung, die ihn an die Förderzusage der KfW knüpft, und mit dem voraussichtlichen Datum der Umsetzung. Hochgeladen wird er zusammen mit dem Antrag. Wer ohne diese Bedingung beauftragt und erst dann den Zuschuss beantragt, bekommt ihn nicht, und das lässt sich nachträglich nicht heilen.
Der teuerste Fehler bei der Förderung ist kein Rechenfehler. Es ist die Reihenfolge. Wer den Auftrag ohne Vorbehalt unterschreibt und erst danach den Antrag stellt, verliert den kompletten Zuschuss, und Kulanz gibt es dafür keine. Deshalb sage ich jedem denselben Satz: Der Auftrag wird erst wirksam, wenn die Förderzusage vorliegt. Das gehört als aufschiebende Bedingung in den Vertrag. Eine Zeile, und im Einfamilienhaus hängt ein fünfstelliger Betrag daran.
Alexander MüllerArchitekt und Mitgründer von Enter, der neutralen Plattform für Wärmepumpe, Photovoltaik & EnergiemanagementDen Antrag stellen Sie selbst, vorbereitet wird er vom Fachbetrieb
Wer den Zuschuss beantragt, regelt dasselbe Merkblatt eindeutig: Antragsteller ist die Person, die sich im Kundenportal „Meine KfW“ registriert hat. Einen Antrag durch Bevollmächtigte lässt die KfW nur bei Wohnungseigentümergemeinschaften zu. Im Einfamilienhaus kann also niemand den Antrag für Sie abschicken. Abgeben lässt sich die Vorbereitung: Ohne eine Bestätigung zum Antrag, die ein Fachunternehmen oder ein Experte für Energieeffizienz erstellt, lässt sich der Antrag nicht stellen. Nach dem Einbau bestätigt ein Fachunternehmen oder Experte die Durchführung, erst damit kann die Auszahlung beantragt werden. Beides kann der Installateur übernehmen oder ein Energieberater, und wer es übernimmt, gehört in jedes Angebotsgespräch.
Manche Komplettanbieter bieten diese Begleitung als Teil des Pakets an. Enter, der Betreiber dieser Seite, gibt auf seiner Produktseite zur Wärmepumpe an, durch den Förderprozess von der Prüfung bis zur Antragstellung zu begleiten, und nennt eine Fördergarantie „für die von uns ermittelte Förderung“. Nach Enters AGB für Wärmepumpen gilt diese Förderausfallgarantie nur, wenn sie im Festpreis-Angebot vereinbart ist. Sie leistet einen Ausgleich, wenn eine zugesagte Förderung aus einem Grund, den Enter zu vertreten hat, nicht ausgezahlt wird; Umfang und Ausschlüsse stehen in Garantiebedingungen, die dem Angebot beiliegen. Den Antrag selbst weisen dieselben AGB ausdrücklich dem Kunden zu. Gleich, wer begleitet: Den Antrag in „Meine KfW“ stellt der Eigentümer selbst, vor Beginn des Vorhabens.
2025 gab es 288.000 Zusagen, 91 Prozent mehr als im Vorjahr
Die Förderung wird in großem Umfang genutzt. 2025 wurden über 288.000 Förderzusagen allein für Wärmepumpen erteilt, 91 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei 299.000 abgesetzten Geräten im selben Jahr läuft damit der überwiegende Teil des Marktes über die Förderung.
Mehr Zahlen dazu stehen in unserer Wärmepumpen-Statistik.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Förderung für eine Wärmepumpe 2026? Bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten, bei niedrigem Haushaltseinkommen bis zu 80 Prozent. Im Einfamilienhaus sind höchstens 28.000 Euro förderfähig, der Zuschuss beträgt damit maximal 22.400 Euro.
Wer bekommt die vollen 80 Prozent? Selbstnutzende Eigentümer mit einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen bis 30.000 Euro, mit Kind im Haushalt bis 40.000 Euro, die zusätzlich eine funktionstüchtige fossile Heizung austauschen. Eine Gasheizung muss dafür mindestens 20 Jahre alt sein.
Wie viel Förderung gibt es ohne Einkommensbonus? 30 Prozent Grundförderung, mit Klimageschwindigkeitsbonus 46 Prozent.
Wann sinkt der Klimageschwindigkeitsbonus? Erstmals zum 1. Februar 2027 von 16 auf 12 Prozent, danach halbjährlich um weitere 4 Prozentpunkte. Ab dem 1. August 2028 entfällt er. Zu denselben Terminen sinkt der förderfähige Höchstbetrag um je 750 Euro.
Wer stellt den KfW-Antrag für mich? Im Einfamilienhaus niemand, Sie stellen ihn selbst im Kundenportal „Meine KfW“. Eine Vertretung lässt die KfW nur bei Wohnungseigentümergemeinschaften zu. Fachunternehmen oder Energieberater erstellen die Bestätigung zum Antrag, die Sie dafür brauchen, und begleiten das Verfahren bis zur Auszahlung.
Kann ich den Antrag nach der Beauftragung stellen? Nur, wenn der Vertrag an die Förderzusage geknüpft ist. Die KfW verlangt, dass beim Antrag ein Liefer- oder Leistungsvertrag mit aufschiebender oder auflösender Bedingung schon vorliegt. Ein Vertrag ohne diese Bedingung gilt als Beginn des Vorhabens und schließt die Förderung aus.



