Wärmepumpen in Zahlen 2026: Absatz, Bestand und Förderung

2025 wurden 299.000 Heizungswärmepumpen abgesetzt, fast die Hälfte aller verkauften Wärmeerzeuger. Dem stehen 6,6 Millionen Kessel jenseits der 20 Jahre gegenüber.

Außeneinheit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe auf einer Rasenfläche vor einer Sandsteinfassade.
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe an einem Wohnhaus. 95 Prozent der 2025 verkauften Geräte waren dieser Bauart. Foto: alpha innotec auf Unsplash

Das Wichtigste auf den Punkt gebracht

  • 2025 wurden in Deutschland 299.000 Wärmepumpen für die Heizung verkauft. Das sind 55 Prozent mehr als im Jahr davor.
  • Gleichzeitig stehen rund 6,6 Millionen Öl- und Gaskessel in deutschen Kellern, die älter als 20 Jahre sind.
  • Beim Tempo von 2025 wären allein diese alten Kessel erst in rund 22 Jahren ersetzt.
  • Vier von fünf verkauften Geräten kamen in Häuser, die schon stehen, nicht in Neubauten.

Der deutsche Wärmepumpenmarkt hat 2025 den Einbruch des Vorjahres wieder aufgeholt. 2025 wurden in Deutschland 299.000 Heizungswärmepumpen abgesetzt, 55 Prozent mehr als 2024. Das meldet der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) in seiner Jahresbilanz vom 27. Januar 2026.

Damit liegt der Markt wieder deutlich über dem Niveau von 2022, aber noch unter dem Rekordjahr 2023 mit 356.000 Geräten.

Absatz von Heizungswärmepumpen seit 2015

JahrAbgesetzte HeizungswärmepumpenVeränderung
2025299.000+55 %
2024193.000−46 %
2023356.000+51 %
2022236.000+53 %
2021154.000+28 %
2020120.000+40 %
201986.300+2 %
201884.000+8 %
201778.000+17 %
201666.500+17 %
201557.000−1,7 %

Quelle: Bundesverband Wärmepumpe (BWP). Die Zahlen beziehen sich auf Heizungswärmepumpen; Warmwasser-Wärmepumpen werden separat erfasst.

Der Einbruch 2024 auf 193.000 Geräte ist in dieser Reihe der einzige zweistellige Rückgang seit 2015. Der BWP führt ihn auf die Unsicherheit rund um das Gebäudeenergiegesetz und die kommunale Wärmeplanung zurück. 2025 hat der Markt diesen Rückgang zu rund drei Vierteln wieder aufgeholt.

Wärmepumpen erreichen fast die Hälfte des Heizungsmarkts

2025 war knapp die Hälfte aller in Deutschland verkauften Wärmeerzeuger eine Wärmepumpe. Das ist der höchste Anteil, den die Technologie im deutschen Heizungsmarkt bisher erreicht hat.

Zusätzlich zu den 299.000 Heizungswärmepumpen wurden 49.500 Warmwasser-Wärmepumpen abgesetzt, ein Plus von 20 Prozent gegenüber 2024.

Luft-Wasser dominiert mit 95 Prozent

Die Bauart-Verteilung ist seit Jahren stabil und 2025 noch einmal eindeutiger geworden:

BauartAnteil 2025Stückzahl
Luft-Wasser-Wärmepumpen95 %rund 283.000
Erdreich-Wärmepumpen5 %16.000

Erdreich-Wärmepumpen erreichen im Betrieb typischerweise höhere Jahresarbeitszahlen, erfordern aber Bohrung oder Flächenkollektor und damit Genehmigung, Platz und höhere Anfangsinvestition. Der Markt entscheidet sich ganz überwiegend für die einfacher nachrüstbare Variante.

80 Prozent der Wärmepumpen gehen in Bestandsgebäude

Ringdiagramm: 80 Prozent der 2025 abgesetzten Wärmepumpen gingen in Bestandsgebäude, 20 Prozent in Neubauten.Download
Anteil der 2025 abgesetzten Wärmepumpen nach Gebäudetyp. Quelle: Bundesverband Wärmepumpe (BWP).

Knapp 80 Prozent des Absatzes entfielen 2025 auf Bestandsgebäude, nicht auf Neubauten. Vier von fünf Geräten gehen also in Häuser, die bereits stehen.

8,87 Millionen messpflichtige Öl- und Gaskessel

Der Absatz sagt, was verkauft wurde. Er sagt nicht, wie groß das ist, was ersetzt werden soll. Diese Zahl erhebt das Schornsteinfegerhandwerk: Rund 7.600 bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger zählen jedes Jahr Anzahl, Alter und Art der Öl- und Gasfeuerungsanlagen im Land.

In der Erhebung 2025 stehen 3.701.850 messpflichtige Ölfeuerungsanlagen und 5.170.340 messpflichtige Gasfeuerungsanlagen, zusammen 8.872.190 Kessel.

Das ist nicht der gesamte Bestand. Brennwertgeräte fehlen darin, weil sie bei Gasbetrieb nicht der wiederkehrenden Messpflicht nach der 1. BImSchV unterliegen; sie werden getrennt ausgewiesen, mit 991.410 Öl- und 8.845.660 Gas-Brennwertanlagen. Über alle Arten hinweg heizen rund 19,5 Millionen Anlagen in Deutschland mit Öl oder Gas.

Für die Frage nach dem Austausch ist die messpflichtige Teilmenge trotzdem die aufschlussreichere: In ihr stehen die älteren Geräte ohne Brennwerttechnik, also genau die Anlagen, bei denen ein Wechsel am meisten bringt.

Die Altersstruktur der fossilen Kessel

Die Erhebung weist die Anlagen nach sechzehn Errichtungszeiträumen aus. Zu fünf Klassen zusammengefasst ergibt das diese Verteilung:

ErrichtetÖlanlagenGasanlagenZusammen
vor 1985227.42091.940319.360
1985 bis 19941.237.1801.215.6602.452.840
1995 bis 20041.675.0901.983.3703.658.460
2005 bis 2014478.3601.039.8401.518.200
ab 201583.800839.530923.330
Summe3.701.8505.170.3408.872.190
Säulendiagramm: 319.360 messpflichtige Öl- und Gaskessel wurden vor 1985 errichtet, 2.452.840 zwischen 1985 und 1994, 3.658.460 zwischen 1995 und 2004, 1.518.200 zwischen 2005 und 2014 und 923.330 ab 2015.Download
Messpflichtige Öl- und Gasfeuerungsanlagen nach Errichtungszeitraum. Quelle: Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV), Erhebungen 2025, Tabellen 3.3.1 und 3.3.2.

Drei Dinge fallen auf.

Der Schwerpunkt liegt in den Jahren 1995 bis 2004. Allein aus diesem Jahrzehnt stammen 3.658.460 der heute noch messpflichtigen Anlagen, gut vier von zehn. Diese Geräte sind jetzt zwischen 21 und 30 Jahre alt.

Der Ölbestand ist fast vollständig alt. Von 3.701.850 Ölfeuerungsanlagen wurden 83.800 in den letzten elf Jahren errichtet, das sind 2,3 Prozent. Bei Gas sind es 839.530 von 5.170.340 und damit 16,2 Prozent. Wer mit Öl heizt, heizt fast immer mit einem alten Kessel.

54.470 Anlagen wurden vor 1975 errichtet und laufen noch. Sie sind über fünfzig Jahre alt.

Bei 299.000 Geräten im Jahr dauert der Austausch 22 Jahre

Das Schornsteinfegerhandwerk hält fest, dass über 86 Prozent der messpflichtigen Öl- und etwa 66 Prozent der messpflichtigen Gasfeuerungsanlagen älter als 20 Jahre sind. Auf die Gesamtzahlen gerechnet sind das rund 3,2 Millionen Öl- und 3,4 Millionen Gaskessel, zusammen etwa 6,6 Millionen Anlagen jenseits der 20 Jahre.

Daneben die 299.000 Wärmepumpen des Jahres 2025 zu stellen, ergibt eine Rechnung, die sonst selten gemacht wird:

AbsatzniveauJahre bis 6,6 Millionen Anlagen ersetzt sind
193.000 (2024)34
299.000 (2025)22
356.000 (2023)19

Beim Tempo von 2025 wären allein diese 6,6 Millionen Anlagen erst in rund 22 Jahren ersetzt. Selbst auf dem Rekordniveau von 2023 wären es 19 Jahre.

Die Rechnung hat grobe Kanten, und die gehören dazu. Nicht jeder alte Kessel wird durch eine Wärmepumpe ersetzt, Fernwärme, Pellets und neue Gasgeräte nehmen einen Teil. Die 299.000 sind Absatz an Handel und Handwerk, nicht Inbetriebnahmen im Haus. Und ein Kessel jenseits der 20 Jahre ist nicht defekt: Die Zahl beschreibt ein Austauschfenster, keinen Zwang. Die Größenordnung überlebt jeden dieser Abzüge, und sie ist der eigentliche Befund. Der alte Bestand ist mehr als zwanzigmal so groß wie ein guter Jahresabsatz.

Im Neubau heizt fast jedes zweite Gebäude mit Wärmepumpe

Wie weit der Umstieg im Gebäudebestand gekommen ist, zeigt der Zensus 2022. Zum Stichtag 15. Mai 2022 hat das Statistische Bundesamt jedes Gebäude mit Wohnraum gezählt und dabei die Heizung erfasst.

Von den Gebäuden mit Baujahr 2020 oder später heizten 49 Prozent mit einer Wärmepumpe, knapp 98.000 Gebäude. Über die älteren Baujahrgänge fällt der Anteil steil ab:

Baujahr des GebäudesAnteil Wärmepumpe
1991 bis 20002 %
2001 bis 201013 %
2011 bis 201936 %
ab 202049 %
Säulendiagramm: Der Wärmepumpenanteil an Gebäuden mit Zentralheizung steigt von 2 Prozent bei Baujahr 1991 bis 2000 über 13 und 36 Prozent auf 49 Prozent bei Baujahr ab 2020.Download
Anteil der Wärmepumpe an den Gebäuden mit Zentralheizung nach Baujahr. Quelle: Statistisches Bundesamt, Zensus 2022, Stichtag 15. Mai 2022.

Wie weit der Umstieg regional auseinanderliegt, zeigt der Wärmeatlas: dieselbe Erhebung, ausgewertet für alle 400 Kreise und 10.786 Gemeinden.

Die Erhebung bildet den Mai 2022 ab und damit die Zeit vor dem Rekordabsatz 2023. Für den Bestand bleibt sie trotzdem aussagekräftig, denn 85 Prozent aller Gebäude mit Zentralheizung wurden vor dem Jahr 2000 gebaut. Der Anteil von 2 Prozent im Jahrzehnt der Neunziger beschreibt also nicht eine Randgruppe, sondern die große Mehrheit der Häuser in Deutschland.

Im Neubau ist die Frage inzwischen entschieden. Von den 2025 fertiggestellten Wohngebäuden heizen 73,6 Prozent mit einer Wärmepumpe, von den im selben Jahr genehmigten 83,0 Prozent. Erdgas kam bei den Fertigstellungen noch auf 10,5 Prozent, Heizöl auf 0,3 Prozent.

Das verschiebt den Bestand allerdings nur langsam: 58.900 fertiggestellte Wohngebäude stehen fast 20 Millionen bestehenden gegenüber, also 0,3 Prozent im Jahr. Wo die Unterschiede regional liegen, zeigt der Wärmeatlas.

Förderzusagen: plus 91 Prozent

Die Förderung ist 2025 noch stärker gewachsen als der Absatz. Nach offizieller Förderstatistik wurden 2025 über 288.000 Förderzusagen allein für Wärmepumpen erteilt, 91 Prozent mehr als im Vorjahr.

Säulenvergleich: 299.000 abgesetzte Wärmepumpen gegenüber 288.000 Förderzusagen im Jahr 2025.Download
Abgesetzte Wärmepumpen und erteilte Förderzusagen, 2025. Quelle: Bundesverband Wärmepumpe (BWP).

Die Zahl liegt nah an den 299.000 abgesetzten Geräten. Das heißt in der Praxis: Der ganz überwiegende Teil der 2025 installierten Wärmepumpen wurde gefördert. Wer heute über den Austausch nachdenkt und die Förderung nicht einplant, rechnet mit dem falschen Preis.

Mich fragen viele, ob der Markt jetzt kippt. Meine Antwort ist: Er ist schon gekippt, nur nicht in die Richtung, die in der Zeitung stand. 2024 hat niemand aufgehört, Wärmepumpen zu wollen, die Leute haben abgewartet, bis klar war, was die Förderung macht. Danach ging es weiter. An das Rekordjahr 2023 reicht das noch nicht, aber wer 2024 für den Abschied der Wärmepumpe gehalten hat, hat sich geirrt. Und wenn ich sehe, was Gas über die letzten fünf Jahre gekostet hat, wüsste ich auch nicht, womit man dagegenhalten sollte.

Porträt von Alexander MüllerAlexander MüllerArchitekt und Mitgründer von Enter, der neutralen Plattform für Wärmepumpe, Photovoltaik & Energiemanagement

Seit März 2025 rund 25.000 Geräte pro Monat

Der Absatz verteilte sich nicht gleichmäßig über das Jahr. Seit März 2025 bewegten sich die Verkaufszahlen konstant um 25.000 Geräte pro Monat, im September und Oktober lagen sie über 30.000. Der Absatz stieg im Jahresverlauf also weiter, statt sich auf dem Frühjahrsniveau einzupendeln.

Dr. Martin Sabel, Geschäftsführer des BWP, ordnet die Entwicklung so ein: „Wir sehen nach zwei Jahren […], dass die Wärmepumpe nun vor allem mit Leistung überzeugt."

Häufige Fragen

Wie viele Wärmepumpen wurden 2025 in Deutschland verkauft? 299.000 Heizungswärmepumpen, dazu 49.500 Warmwasser-Wärmepumpen. Der Absatz der Heizungswärmepumpen lag damit 55 Prozent über dem Vorjahr.

Wie viele Wärmepumpen wurden 2024 verkauft? 193.000 Heizungswärmepumpen, ein Rückgang um 46 Prozent gegenüber dem Rekordjahr 2023 mit 356.000 Geräten.

Welches Jahr war das bisher stärkste? 2023 mit 356.000 abgesetzten Heizungswärmepumpen.

Wie viele Wärmepumpen werden gefördert? 2025 wurden über 288.000 Förderzusagen für Wärmepumpen erteilt, bei 299.000 abgesetzten Geräten. Der überwiegende Teil des Marktes läuft also über die Förderung.

Wie viele Öl- und Gasheizungen gibt es in Deutschland? Rund 19,5 Millionen Öl- und Gasfeuerungsanlagen, nach der Erhebung des Schornsteinfegerhandwerks 2025. Davon sind 8.872.190 messpflichtige Anlagen ohne Brennwerttechnik.

Wie alt sind die Heizungen in Deutschland? Über 86 Prozent der messpflichtigen Ölanlagen und etwa 66 Prozent der Gasanlagen sind älter als 20 Jahre. Der stärkste Jahrgang stammt aus den Jahren 1995 bis 2004.

Wie lange würde der Heizungstausch in Deutschland dauern? Rund 6,6 Millionen Kessel sind älter als 20 Jahre. Beim Absatztempo von 2025 mit 299.000 Wärmepumpen im Jahr wären das rund 22 Jahre.

Wie viele Neubauten heizen mit Wärmepumpe? 49 Prozent der Gebäude mit Baujahr 2020 oder später, nach dem Zensus 2022 zum Stichtag 15. Mai 2022.

Wie hoch ist der Anteil von Luft-Wasser-Wärmepumpen? 95 Prozent des Absatzes 2025. Erdreich-Wärmepumpen kamen auf 5 Prozent beziehungsweise 16.000 Geräte.

Quellen

  1. BWP: Über 50 Prozent im Plus, Wärmepumpen-Absatz steigt 2025 deutlich (27.01.2026)
  2. BWP: Absatzzahlen Wärmepumpen, Zeitreihe
  3. BWP: Zahlen & Daten
  4. Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV): Erhebungen des Schornsteinfegerhandwerks 2025
  5. Statistisches Bundesamt: Zensus 2022, knapp die Hälfte der Neubauten mit Zentralheizung heizte mit Wärmepumpe
  6. Statistisches Bundesamt: Rund drei Viertel der im Jahr 2025 errichteten Wohngebäude heizen mit Wärmepumpen, 06/2026