Das Wichtigste auf den Punkt gebracht
- 2024 wurden fast halb so viele Wärmepumpen verkauft wie im Jahr davor: 193.000 statt 356.000.
- Der Grund war nicht die Technik, sondern die Unsicherheit um das Heizungsgesetz.
- 2025 ging es wieder deutlich nach oben, auf 299.000 Geräte.
2024 brach der deutsche Wärmepumpenabsatz von 356.000 auf 193.000 Geräte ein, ein Rückgang um 46 Prozent. In der Zeitreihe des Bundesverbands Wärmepumpe seit 2015 ist das der einzige zweistellige Rückgang überhaupt.
Vom Rekordjahr 2023 zum schwächsten Jahr seit 2021
| Jahr | Absatz | Veränderung |
|---|---|---|
| 2022 | 236.000 | +53 % |
| 2023 | 356.000 | +51 % |
| 2024 | 193.000 | −46 % |
| 2025 | 299.000 | +55 % |
2023 war das stärkste Jahr der deutschen Geschichte, 2024 das schwächste seit 2021. Zwischen Höchststand und Einbruch liegen zwölf Monate.
Die Ursache war nicht die Technik
Der Bundesverband Wärmepumpe führt den Rückgang auf die Unsicherheit rund um das Gebäudeenergiegesetz und die kommunale Wärmeplanung zurück. Die öffentliche Debatte über das sogenannte Heizungsgesetz fiel in genau jene Monate, in denen Eigentümer über den Austausch entschieden.
Bemerkenswert ist, was dabei nicht passiert ist: Die Effizienz der Geräte sank nicht, im Gegenteil. Die gemessene Jahresarbeitszahl von Luftwärmepumpen im Bestand stieg zwischen den beiden Feldstudien des Fraunhofer ISE von 3,1 auf 3,4. Der Markt brach ein, während die Technik besser wurde.
2025 stieg der Absatz auf 299.000 Geräte
2025 stieg der Absatz auf 299.000 Geräte, ein Plus von 55 Prozent. Damit ist rund drei Viertel des Einbruchs wieder aufgeholt, das Rekordniveau von 2023 aber noch nicht erreicht.
Zwei Zahlen zeigen, wie breit die Erholung getragen war:
- Über 288.000 Förderzusagen allein für Wärmepumpen, 91 Prozent mehr als im Vorjahr
- Knapp die Hälfte aller verkauften Wärmeerzeuger war erstmals eine Wärmepumpe
Der Verlauf innerhalb des Jahres war dabei nicht gleichmäßig: Seit März lagen die Verkaufszahlen konstant um 25.000 Geräte im Monat, im September und Oktober über 30.000.
Was die Verbandszahlen für 2024 zeigen, war vorher schon zu spüren. Angerufen haben dieselben Leute wie im Jahr davor, unterschrieben haben sie nicht mehr. Gefragt wurde in diesen Monaten kaum nach Effizienz und fast immer danach, ob die Förderung im nächsten Jahr noch gilt. Wer trotzdem gebaut hat, ist gut damit gefahren: kurze Lieferzeiten, freie Termine beim Handwerk, dazu der damals höhere Bonus. Die Unsicherheit hat in dem Jahr mehr Anlagen verhindert als jedes technische Argument.
Alexander MüllerArchitekt und Mitgründer von Enter, der neutralen Plattform für Wärmepumpe, Photovoltaik & EnergiemanagementDer Absatz folgte der Debatte, nicht der Wirtschaftlichkeit
Für eine Kaufentscheidung zählt weniger die Marktzahl als ihre Ursache: Der Absatz folgte der politischen Debatte, nicht der Wirtschaftlichkeit. Wer 2024 wegen der Unsicherheit gewartet hat, hat in der Zwischenzeit weiter mit fossiler Wärme geheizt und den damals höheren Klimageschwindigkeitsbonus verpasst.
Aktuell liegt dieser Bonus bei 16 Prozent und sinkt ab dem 1. Februar 2027 halbjährlich um 4 Prozentpunkte. Die Einzelheiten stehen im Beitrag zur Heizungsförderung.
Häufige Fragen
Wie stark brach der Wärmepumpenabsatz 2024 ein? Um 46 Prozent, von 356.000 auf 193.000 Geräte.
Warum ist der Absatz 2024 gefallen? Der Bundesverband Wärmepumpe nennt die Unsicherheit rund um das Gebäudeenergiegesetz und die kommunale Wärmeplanung.
Hat sich der Markt erholt? 2025 stieg der Absatz auf 299.000 Geräte, ein Plus von 55 Prozent. Das Rekordjahr 2023 mit 356.000 ist noch nicht erreicht.
Welches Jahr war das stärkste? 2023 mit 356.000 abgesetzten Heizungswärmepumpen.
Wurden die Geräte in der Zwischenzeit schlechter? Nein. Die im Feld gemessene Jahresarbeitszahl von Luftwärmepumpen stieg zwischen den Feldstudien des Fraunhofer ISE von 3,1 auf 3,4.



