Das Wichtigste auf den Punkt gebracht
- Eine Warmwasser-Wärmepumpe macht nur warmes Wasser, sie heizt das Haus nicht.
- Sie lohnt sich vor allem als Ersatz für einen Elektroboiler, der viel Strom braucht.
- Sie gehört in einen Raum, der nicht geheizt wird, meist in den Keller. Denn sie kühlt den Raum ab.
In den vielzitierten 299.000 Wärmepumpen des Jahres 2025 sind Warmwasser-Wärmepumpen nicht enthalten. Sie werden getrennt gezählt. 2025 wurden zusätzlich 49.500 Warmwasser-Wärmepumpen abgesetzt, 20 Prozent mehr als im Vorjahr.
Sie erwärmt nur das Trinkwasser, meist mit Kellerluft
Eine Warmwasser-Wärmepumpe erwärmt ausschließlich das Trinkwasser, nicht die Heizung. Sie entzieht die Wärme meist der Raumluft am Aufstellort, häufig einem Keller oder Hauswirtschaftsraum, und gibt sie an einen Speicher ab.
| Heizungswärmepumpe | Warmwasser-Wärmepumpe | |
|---|---|---|
| Beheizt | Heizung und meist Warmwasser | nur Trinkwasser |
| Wärmequelle | Außenluft oder Erdreich | Raumluft am Aufstellort |
| Absatz 2025 | 299.000 | 49.500 |
| Ersetzt | Gas-, Öl- oder Altanlage | Elektroboiler oder Gastherme fürs Warmwasser |
Als Ersatz für einen Elektroboiler rechnet sie sich
Als Ersatz für einen Elektroboiler. Ein direkt beheizter Speicher arbeitet mit einer Arbeitszahl von 1: Aus einer Kilowattstunde Strom wird eine Kilowattstunde Wärme. Eine Warmwasser-Wärmepumpe liegt deutlich darüber.
Wenn die Heizung bleibt. Wer einen funktionierenden Kessel behält, aber die Warmwasserbereitung vom Brennstoff lösen will, kann das ohne Eingriff in die Heizung tun.
Im Sommer. Eine Heizungswärmepumpe, die im Sommer nur noch Warmwasser macht, läuft in einem ungünstigen Betriebspunkt. Ein eigenes Gerät für das Trinkwasser entlastet sie.
Sie kühlt den Raum, in dem sie steht
Das Gerät entzieht dem Aufstellraum Wärme und kühlt ihn dabei ab. Das ist in einem Keller meist unproblematisch und im Sommer sogar erwünscht, in einem beheizten Raum aber ein Eigentor: Dort müsste die Heizung die entzogene Wärme wieder aufbringen.
Zusätzlich braucht das Gerät ausreichend Luftvolumen. Ein zu kleiner, abgeschlossener Raum kühlt zu stark aus und die Effizienz fällt.
Bei der Warmwasser-Wärmepumpe entscheidet der Raum und nicht das Gerät. Ich frage vor Ort nach drei Dingen: Wie groß ist der Raum, wie warm wird er im Winter, und wohin geht die abgekühlte Luft? Ein Keller mit 60 Kubikmetern, in dem auch die Waschmaschine steht, ist ein guter Platz. Ein abgetrennter Abstellraum von zwölf Quadratmetern nicht. Und wer Strom vom eigenen Dach hat, sollte den Speicher als das sehen, was er ist: Wärme, die man mittags einlagern kann, wenn der Strom sonst ins Netz ginge.
Alexander MüllerArchitekt und Mitgründer von Enter, der neutralen Plattform für Wärmepumpe, Photovoltaik & EnergiemanagementWarmwasser braucht höhere Temperaturen als Heizwärme
Das gilt für beide Bauarten und erklärt, warum das Thema überhaupt eine eigene Gerätekategorie hat: Warmwasser braucht höhere Temperaturen als Heizwärme. Während die Heizung im Bestand mit rund 44 Grad Vorlauf auskommt, sind für Trinkwasser deutlich höhere Temperaturen nötig, unter anderem aus hygienischen Gründen.
Je größer der Warmwasseranteil am Gesamtverbrauch, desto stärker zieht er die Jahresarbeitszahl der Gesamtanlage nach unten. Mehr dazu im Beitrag zur Jahresarbeitszahl.
Häufige Fragen
Was ist eine Warmwasser-Wärmepumpe? Ein Gerät, das ausschließlich Trinkwasser erwärmt, meist mithilfe der Raumluft am Aufstellort.
Wie viele wurden 2025 verkauft? 49.500 Stück, 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Die 299.000 Heizungswärmepumpen sind davon getrennt gezählt.
Lohnt sich das gegenüber einem Elektroboiler? Ein Elektroboiler arbeitet mit einer Arbeitszahl von 1. Eine Warmwasser-Wärmepumpe liegt darüber und braucht für dieselbe Warmwassermenge entsprechend weniger Strom.
Wo stellt man das Gerät auf? In einem unbeheizten Raum mit ausreichend Luftvolumen, typischerweise im Keller. In einem beheizten Raum entzieht es Wärme, die die Heizung ersetzen muss.
Kann sie eine Heizung ersetzen? Nein. Sie macht ausschließlich Warmwasser.
Warum senkt Warmwasser die Jahresarbeitszahl? Weil es höhere Temperaturen erfordert als Heizwärme. Je größer sein Anteil, desto stärker der Effekt auf den Jahreswert.



